nächste Prüfung:

Freitag, 31. März 2017, 18:30 Uhr, Burgi-Halle, Riehen


Koreanische Kampfkunst

 

Taekwondo ist eine Kunst der Selbstverteidigung, die sich über fast 2000 Jahre hinweg in Korea selbständig entwickelt hat. Lange Zeit war Taekwondo ausserhalb der koreanischen Halbinsel kaum bekannt. Seit den 60er Jahren arbeiten die Verantwortlichen des Weltverbandes WTF (World Taekwondo Federation) an der Vereinheitlichung und Verbreitung dieser Sportart.

 

Was heisst Taekwondo?

Frei übersetzt heißt Taekwondo “Kunst des Fuß- und Handkampfes”. Die wörtliche Übersetzung heißt:

  • Tae – stoßen, springen oder mit dem Fuß zerschmettern
  • Kwon – Faust bzw. mit der Hand oder Faust schlagen oder zerstören
  • Do - der Weg, die Lehre, die Methode

Zusammengefasst weist Taekwondo demnach auf eine Technik der unbewaffneten Selbstverteidigung hin. Darunter verstehen wir das geschickte Ausweichen, Abfangen eines Angriffs mit Händen und Füssen sowie der Konter, der zur schnellen Ausschaltung des Gegners führt.

Die Vielfalt, wie sie Taekwondo gegenüber anderen Kampfkünsten aufweist, macht diesen Sport einzigartig

 

Was bewirkt Taekwondo?

Ein Merkmal von Taekwondo ist es, Angreifer waffenlos, nur mit Händen und Füssen, abzuwehren.

Regelmäßiges Training verbessert das Allgemeinbefinden, verschafft ein gesundes seelisch-körperliches Gleichgewicht, erhöht Behändigkeit und Beweglichkeit – physisch wie psychisch – und lehrt, die Dinge des alltäglichen Lebens mit nötigem Abstand zu betrachten.

Taekwondo vermittelt nicht nur körperliche Kraft, sondern auch die Einsicht zu diszipliniertem Denken. Nur durch diese Einheit ist es möglich, das nötige Selbstvertrauen zu entwickeln und die erforderliche Gelassenheit zur Selbstverteidigung  zu erlangen.

 

SELBSTVERTRAUEN ist die Voraussetzung für Bescheidenheit und Toleranz: zwei erklärte Ziele des Taekwondo.

 

Ein gesunder Körper macht aktiv und widerstandsfähig. Seelisches und körperliches Selbstvertrauen verbessert die Beziehungen in allen Bereichen des Lebens.

 

Taekwondo ist als Einheit zu verstehen, die sich zusammensetzt aus der Beherrschung:

  • des kunstvollen Formenlaufs (Poomsae)
  • des Kampfes (Kyorugi)
  • und des Brechens (Kyopka) 

Dies erfordert große geistige Konzentration, mit der man wiederum unglaubliche Fähigkeiten entwickeln kann.

 

Der sportliche Wert von Taekwondo

Da bei der Ausübung von Taekwondo alle Muskeln und Gelenke systematisch bewegt werden, ist es eine den ganzen Körper umfassende Sportart. Taekwondo gibt die Antwort auf die Herausforderungen des Lebens und ist gleichzeitig eine Richtschnur für das Verhalten gegen sich selbst und andere.

 

Taekwondo-Techniken können gefährlich sein, daher werden sie im Training nur unter strenger Aufsicht der Lehrpersonen ausgeübt. Primär soll Taekwondo nur in der Selbst-verteidigung zum Einsatz kommen.

Fäuste werden zu Hämmern, Finger zu Speerspitzen, Handkanten zu Messerklingen, und die Füße können die Gewalt eines Vorschlaghammers erreichen.

 

Im Taekwondo-Unterricht werden Muskeln aufgebaut, die Körperbeherrschung verbessert sich enorm und die allgemeine Kondition wird gestärkt. Bereits nach wenigen Monaten regelmäßigem Training nimmt der “Wohlfühl-Faktor” deutlich zu!

 

Der innere Wert von Taekwondo

Taekwondo aktiviert Energien in jedem Organ, entwickelt die Muskeln und stimuliert das Gehirn, wodurch die Willenskraft im weitesten Sinne gestärkt wird.

 

Taekwondo formt den Charakter zu einem starken Geist voller Spannkraft, aus dem Führungsenergien und -kräfte für alle Lebenssituationen erwachsen. Gepaart mit dem Leistungswillen (Kampfgeist) entsteht Zuversicht für jede Aufgabe, so dass man sie mit Gelassenheit und Sicherheit löst und daraus seine innere Ruhe erlangt.